Luftsicherheitskontrollkraft gem. §9 LuftSiG

Ausbildungsbeschreibung:

Berufsbild:

Sie erhalten im Rahmen eines modular aufgebauten Vorbereitungslehrganges fundierte Kenntnisse über die spezifischen Aufgaben des Luftsicherheitspersonals im Bereich der Luftsicherheitskontrollen an einem deutschen Verkehrsflughafen.
Diese Aufgaben ergeben sich aus den Inhalten des Luftsicherheitsgesetzes (LuftSiG).

Die Lehrgangsinhalte richten sich nach dem vom Bundesministerium des Innern erlassenen Musterlehrplan/Modularer Ausbildungsplanung für Luftsicherheitskontrollkräfte auf deutschen Flughäfen.

Vor Beginn des Lehrganges muss der Nachweis der Zuverlässigkeit gemäß § 7 LuftSiG erfolgen.
Die Maßnahme wird durch die Prüfung vor der, im Bereich des §9 LuftSiG zuständigen, Luftsicherheitsbehörde abgeschlossen. An dieser Stelle sei angemerkt, dass die ASM Aviation Safety & Medical  nicht selbstständig zur Prüfung anmelden kann, da sie von der zuständigen Luftsicherheitsbehörde nicht als konkreter Bedarfsträger anerkannt wird. Diesen Bedarf kann nur der Reglementierte Beauftragte selbst nachweisen. Die letztendliche Anmeldung wird jedoch vertraglich mit den entsprechenden Stellen geregelt, sodass ein Maßnahmenabschluss als fester Bestandteil betrachtet werden kann.

Lehrgangsinhalte

  • Historische Entwicklung der Angriffe auf den Luftverkehr
  • Warum ist die zivile Luftfahrt ein „attraktives“ Angriffsziel?
  • verschiedene Gefährdungen für die Luftsicherheit
  • potentielle Täter / Tätergruppen
  • verschiedene Bedrohungslagen
  • Einbindung des nationalen Luftverkehrs in die internationale Luftfahrt
  • Überblick über die relevante deutsche Rechtsordnung
  • tätigkeitsrelevante Grundrechte und Grundrechtseingriffe
  • Luftsicherheitsrecht inklusive Waffen- und Sprengstoffrecht
  • eigene Befugnisse
  • Jedermannsrechte
  • verschiedene Sicherheitsbereiche eines Flughafens
  • Zugangsberechtigungen zu den verschiedenen Sicherheitsbereichen
  • verschiedene Arten der Zugangskontrolle
  • verschiedene Arten von Kontroll- und Durchleuchtungsgeräten
  • Kontroll- und Durchsuchungstechniken
  • Kontroll- und Durchsuchungstechniken im Bereich der Frachtkontrolle
  • Sicherheit von Frachtgütern
  • verschiedene Verfahren der Frachtkontrolle
  • Aufgaben und Befugnisse des Reglementierten Beauftragten

Zeitliche Gliederung

  • Theorie (50 UE)
  • Praxis (50 UE)
  • Repetitorium (60 UE)

Dauer der Ausbildung:

20 Tage (160 UE) schulische Vollzeitausbildung. Bei Veränderung der Regelunterrichtszeiten ist auch eine abweichende Ausbildungsdauer möglich.

Es wird kein Praktikum durchgeführt.

Zugangsvoraussetzungen:

  • Mindestalter 18 Jahre
  • polizeiliches Führungszeugnis ohne Eintragung
  • Zuverlässigkeitsüberprüfung gem. §7 LuftSiG
  • körperliche Eignung (Ausschluss von z.B. Diabetes und Epilepsie)
  • gesundes Farbsehvermögen
  • Motivation
  • geistige und körperliche Eignung
  • ausreichende Deutschkenntnisse

Abschluss:

  • Befähigungszeugnisse von LBA
  • Institutseigene Teilnahmebescheinigung
  • Schulungsbescheinigung

Förderungsmöglichkeiten:

  • Bildungsgutschein der ArGe/AfA
  • Berufsgenossenschaft
  • Berufsförderungsdienst der Bundeswehr